Vorstand vollständig wiedergewählt – Investitionen und Archivprojekt geplant
Zur 2. Jahreshauptversammlung traf sich die Fördergemeinschaft Hörnleberg e.V. am 26. Februar 2026 im Gasthaus Rebstock in Oberwinden. Zahlreiche Mitglieder waren der Einladung gefolgt.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Paul-Jürgen Kanstinger richtete Wallfahrtspfarrer Bernhard Thum ein Grußwort an die Versammlung. In einer Totenehrung gedachte man der verstorbenen Mitglieder.
Erfolgreiches Wallfahrtsjahr 2025
In seinem Jahresbericht blickte der Vorsitzende auf ein sehr erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Besonders hob er das große Engagement der Mitglieder hervor: Rund ein Drittel der inzwischen etwa 270 Vereinsmitglieder bringt sich aktiv in die Arbeit rund um die Wallfahrt ein. Die gelebte Gemeinschaft und das Ehrenamt auf dem Hörnleberg seien dabei eine große Motivation für alle Beteiligten, betonte Kanstinger. Der Vorsitzende dankte ausdrücklich allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen der Wallfahrt beitragen. Viele helfende Hände trügen dazu bei, dass die Wallfahrt gelinge – unabhängig davon, ob jemand Mitglied der Fördergemeinschaft sei oder nicht.

Quelle: Privatarchiv
Ein Meilenstein war im vergangenen Jahr die Fertigstellung der neuen Thekenanlage im Pilgerrasthaus mit Kühlanlage, Spülmaschine und Kaffeemaschine. Die Investition des Katholischen Kapellenfonds sei eine wichtige und zukunftsweisende Maßnahme gewesen, so Kanstinger.
Insgesamt wurden im Wallfahrtsjahr 2025 an 48 Wallfahrtstagen sowie beim abschließenden Helferfest – also an 49 Tagen – Bewirtung und Organisation durch die Fördergemeinschaft übernommen.
Als Zeichen der Verantwortung und Dankbarkeit überreichte der Verein im August 2025 eine Spende in Höhe von 5.000 Euro an den Kapellenfonds. Zusätzlich investierte die Fördergemeinschaft selbst rund 6.000 Euro in das Rasthaus, unter anderem in die Renovierung der Toilettenanlage sowie in technische Verbesserungen.
Kassierer Martin Joos konnte von einem erfreulichen finanziellen Ergebnis berichten. Neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden trug insbesondere die Bewirtung im Rasthaus zum positiven Jahresabschluss bei. Die Versammlung erteilte dem Kassierer und der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung.
Vorstandschaft wiedergewählt
Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurde die gesamte Vorstandschaft im Amt bestätigt. Neu als weitere Beisitzerin wurde Imelda Stratz gewählt. Als zusätzliche Kassenprüferin wählte die Versammlung Hilde Stratz. Die Organisation der Wahl übernahm Windens Bürgermeister Klaus Hämmerle, der zuvor noch Stellung zu den geplanten Investitionen in den Wegebau zum Hörnleberg nahm. Er betonte, dass der Weg nicht ausgebaut werden solle, da er seinen Charakter als Pilgerweg behalten müsse. Allerdings sei vorgesehen, ihn umfassend instand zu setzen. Holzrückearbeiten müssten zuvor abgeschlossen werden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden können.

Ein weiteres Thema war die mögliche Anschaffung eines vereinseigenen Fahrzeugs für Versorgungs- und Helfertransporte. Im vergangenen Jahr war dem Verein vorübergehend ein Fahrzeug kostenlos zur Verfügung gestellt worden, das sich als große Unterstützung erwiesen habe. Über eine dauerhafte Lösung wolle man nun beraten.
Historische Aufnahmen gesucht
Zum Abschluss der Versammlung wurden alte Aufnahmen vom Hörnleberg gezeigt, die dem Verein zur Verfügung gestellt wurden. Erste Dias konnten bereits digitalisiert werden. Die Fördergemeinschaft plant den Aufbau eines Archivs historischer Bilder. Eine Auswahl soll künftig ihren Platz im Pilgerrasthaus finden und so die Geschichte des Hörnlebergs lebendig halten. Der Verein freut sich über weitere Zusendungen oder Leihgaben alter Fotos aus privaten Archiven.
Mit rund 270 Mitgliedern sieht sich die Fördergemeinschaft gut aufgestellt, um die Wallfahrt auch künftig organisatorisch und finanziell zu unterstützen. Die nächste Helfer-Informationsveranstaltung findet am 26. März 2026 um 19 Uhr im Rebstock statt.
